Corona: Sportverein ohne Vereinssport

Corona

Liebe Mitglieder des Turnverein Bunde e.V.,

die aktuelle Situation ist für Euch als Sportbegeisterte sicherlich ebenso unbefriedigend wie für uns und auch Euch dürfte der regelmäßige Vereinssport fehlen. Durch die Schließung der Sporthallen und Sportanlagen bis auf Weiteres geht es vielen so. Und es wird auch noch einige Wochen so bleiben.

Doch diese Endscheidung ist sicherlich richtig. Eine rasante Ausbreitung des Corona-Virus soll dadurch vermieden werden. Deshalb folgen wir als Verein selbstverständlich den Anordnungen und Empfehlungen der Landes- und Kommunalbehörden und den uns übergeordneten Sportverbänden und der Bundesregierung.

Wir sind alle traurig über diese Einschränkungen, die in unserer 111jährigen Vereinsgeschichte einmalig sind. Natürlich haben wir auch finanziell erhebliche Einbußen zu beklagen, denn die Einnahmen des gesamten Spielbetriebes der Fußballabteilung seit März fehlen komplett. Dennoch müssen wir uns keine großen Sorgen machen, der Verein ist solide aufgestellt.

Aber, wir sind auf die Solidarität aller Mitglieder angewiesen. Jedes Mitglied ist jetzt noch wichtiger für uns. Nur gemeinsam kommen wir durch diese schwere Zeit. Wir benötigen deshalb auch alle Mitgliedsbeiträge. Der Mitgliedsbeitrag ist kein Entgelt für eine bestimmte Gegenleistung im Sinne eines Dienstleistungsverhältnisses, sondern ein Solidarbeitrag für die Mitgliedschaft in einem gemeinnützigen Sportverein. Überwiegend decken wir hiermit unsere fixen Kosten, wie z.B. Verbandsabgaben, Versicherungsbeiträge, Pflege der Sportstätten und Betriebskosten des Vereinsheimes. Wir können deshalb nicht auf die Beiträge verzichten. Zudem dürfen wir aus gemeinnützigkeitsrechtlichen Gründen Beiträge weder erstatten oder aussetzen. Die Rückzahlung von Beiträgen widerspricht der Satzung eines gemeinnützigen Vereins und gefährdet die Gemeinnützigkeit.

Falls Ihr Fragen zur Beitragszahlung habt, könnt Ihr Euch gerne an den Vorstand wenden.

Wir sind sehr sicher, dass wir auf Eure Solidarität zählen können und Ihr dem TV die Treue haltet. Dann können wir nach der Krise wieder durchstarten und gemeinsam unseren geliebten Sport betreiben.

Der Vorstand

 

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen schreibt zu diesem Thema:

 „Da Vereine nicht gewinnorientiert arbeiten und aus einem Zusammenschluss von Mitgliedern bestehen, die gewisse Rechte als auch Pflichten haben, müssen dort die Mitgliedsbeiträge weiterbezahlt werden, auch wenn keine Veranstaltungen stattfinden.“

Verbraucherzentrale Niedersachsen

 

 Einige Landessportverbände führen hierzu aus:

„Viele sehen sich mit der Fragestellung konfrontiert, ob Vereinsmitglieder aufgrund der aktuellen Lage Anspruch auf Erstattung gezahlter Mitgliedsbeiträge oder auf Reduzierung des Beitrages für den Zeitraum haben, in dem kein Angebot vorgehalten wird und ob ein Sonderkündigungsrecht greift.

Mitglieder haben in diesem Zusammenhang keinen Anspruch auf Erstattung des Beitrages. Ebenso entsteht aus dieser Situation auch kein Sonderkündigungsrecht.

In der Regel ist der Mitgliedsbeitrag nicht an konkrete Sportnutzungen gebunden, sondern ist, wie der Name schon sagt ein „Beitrag für die Mitgliedschaft“. Als Mitglied ist man kein Kunde, sondern Teil des Vereins. Der Beitrag stellt nach den vereinsrechtlichen Grundsätzen kein Entgelt für die Leistungen des Vereins dar, sondern ist die satzungsmäßige Verpflichtung der Mitglieder, damit der Zweck des Vereins verwirklicht werden kann.

Insofern gilt auch nicht der bereits angesprochene Grundsatz, dass bei Wegfall der Leistung auch die Pflicht zur Gegenleistung entfällt. Das gilt grundsätzlich auch für Sparten-Mitgliedschaften sowie die dortigen Beiträge. 

Der zu zahlende Beitrag dient insbesondere dazu, die laufenden Kosten des Vereinsbetriebs zu decken. In der Regel sind die Beiträge bereits im Sinne der Mitglieder knapp kalkuliert und berücksichtigen Kosten, die ganzjährig anfallen wie zum Beispiel Verbandsabgaben und Versicherungsbeiträge. Insofern dürfte es nicht gerechtfertigt sein, den Beitrag zu mindern.

Dieselben Argumente dürften für die Beantwortung der Frage nach einem Sonderkündigungsrecht herangezogen werden können. Mit der Mitgliedschaft im Verein soll grundsätzlich eine langfristige Verwirklichung des Vereinszwecks verfolgt werden. Die Einstellung des Sportbetriebs für einen zunächst überschaubaren Zeitraum dürfte danach grundsätzlich noch nicht dazu führen, ein Sonderkündigungsrecht anzunehmen. Anderes könnte gegebenenfalls für sogenannte Kurs- oder Zeit Mitgliedschaften gelten.“

Veröffentlicht in Aktuelles

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